"Offene Gartenpforte" am 14.-15.06.2003: Impressionen eines Rosenwochenendes
bis zur letzten Minute noch alle Hände voll zu tun, u.a. mit der
optischen Aufbereitung des Rosenverkaufsstandes. Schließlich sollte das breit
gefächerte Rosensortiment, von Kussröschen in allen romantischen Farben,
weiter über duftende Hochstämme bis hin zu historischen Strauchrosen ja auch
zum Kauf animieren, als Spende zugunsten des 100. Geburtstages des Europa
Rosariums in Sangerhausen. Neben erfrischenden Getränken sollte deshalb auch saftiger
Landkuchen für das leibliche Wohl der Besucher sorgen. Bewaffnet mit Notizbüchern, Fotoapparaten und Filmkameras eroberten die Rosenfreunde im Nu den gesamten Gartenbereich. Schon beim ersten Blick auf unseren Rosenbogen, bestückt mit 2 weißen "Bobby James" in verschwenderischer
Blütenfülle wurden die ersten Aahs und Oohs laut. Die verschiedenen
kleinblütigen Rambler in Pastelltönen, als vertikale Elemente an Pfählen
aufgebunden, entlockten besonders den Damen wohlige romantische Seufzer.
übrigens, einige von ihnen trugen ganz entzückende Rosenhut Creationen, ganz im
Sinne der englischen Gartentradition. Der Rasen in seiner satt grünen Schönheit ließ so manches Fachgespräch mit dem Gartenehemann aufkommen. Die Rasenpflege wurde immer wieder angesprochen, ganz einfach: düngen, mähen, düngen, mähen usw.... Als Highlight präsentierte sich auch der Eisenpavillon, bepflanzt mit Rambling Rector, Madame Alfred Carriere, einer unbekannten pink farbigen Schönen sowie einem weiß/gelb blühenden Geißblatt (Lonicera), das erst am Abend herrlich duftet. An so einem idyllischen Plätzchen schmeckt das Glas Rotwein zur Entspannung nach getaner (Garten)arbeit erst richtig gut. Die Vielfalt der Staudengewächse rund um die zahlreichen Rosensorten ermunterte die Besucher zu recht interessanten Fragen, die wir hoffentlich bei diesem Andrang zur Zufriedenheit beantworten konnten. Besonders die imposante weiße Meerkohlpflanze (Crambe cordifolia), in deutschen Gärten leider viel zu wenig zu sehen, erwies sich als häufiges Fotoobjekt.
Der frühe Nachmittag bescherte uns zeitweise kräftigen Landregen; wir verteilten die ersten Regenschirme und als der Himmel sich endlich aufhellte, erschienen sofort wieder neue Gäste. Gegen 19:00 Uhr verließen die letzten Besucher aus Holland und Belgien unseren Garten.
Zufrieden mit dem Samstag wussten wir Gott sei Dank noch nicht, was uns der Sonntag bringen würde. Bereits um 10:30 Uhr jedoch gab es schon einen Vorgeschmack auf die zu erwartenden Besucherströme. Kurz darauf war der Garten beängstigend rappelvoll.














