Gartentipps --- www.rosentreff.de
Liebe Gartenfreunde,
auf dieser Seite wollen wir Sie mit Pflegetipps versorgen, soweit sie aus unserer eigenen Erfahrung
bzw. aus den Quellen unserer Rosenfreunde stammen. Auch hier gilt wieder, dass wir nicht mit den vielen
Fachzeitschriften und -büchern konkurrieren möchten, die voller guter, aber auch manchmal auch fragwürdiger
Tipps sind. Viele schreiben da nur voneinander ab, wodurch so manches Vorurteil auch unausrottbar erscheint.
Die bereits vorhandenen Themenpalette werden wir in nächster Zeit sicherlich erweitern.
Inhaltsverzeichnis:
1. Erfahrungen mit einmal blühenden Strauchrosen
Zu den einmal blühenden alten Strauchrosen
zählen die Alba, Zentifolien, Gallica,
Moos- und Damaszenerrosen, die wir allein schon wegen ihres herrlichen Duftes und
der einmaligen Blütenschönheit besonders ins Herz geschlossen haben.
Damit die Rosen zur Blütezeit ein optischer Augenschmaus bleiben, haben wir gelernt,
die Schnittmaßnahmen 3mal im Jahr vorzunehmen und gutes Werkzeug, sprich Felco Nr.2
oder Nr.6 für kleinere Hände zu benutzen. 3mal, werden Sie jetzt sagen, das ist
aber oft... Nur Mut, diese Arbeitsminuten zahlen sich aus.
Im Frühsommer wird bei Anbruch der
ersten Blüten sowie der erkennbaren Blütenfarbe
mit dem Rückschnitt der vegetativen, sprich blütenlosen Triebe begonnen. Der Vorteil:
Die Kraft der Rose strömt in die Blüten und die Gesamtform des Strauches wird optisch
verbessert. Außerdem sollten Sie die verwelkten Blütenstände regelmäßig ausschneiden,
damit Energie für die nächsten Blütenknospen freigesetzt wird. Sie werden sehen, so
morgens mit der Felco Schere durch den taufrischen Garten, hier und da gezupft, einen
schönen guten Morgen an die Singvögel und die rosigen Lieblinge. Das lassen wir uns
nicht nehmen, auch mal mit der Natur allein zu sein, besonders mit nackten Füßen.
So, der zweite Rückschnitt erfolgt
dann im sehr späten Sommer, um dem Strauch eine
kompakte Form zu geben und gleichzeitig die bereits wieder gewachsenen vegetativen
Triebe - auch Angeruten genannt - (jetzt oft von Mehltau befallen) erneut am oberen
Strauchende in Höhe der Blüten zu kappen. Außerdem bewirkt das konsequente
Zurückschneiden dieser Triebe,
dass sich die Gesamtzahl der Blüten im nächsten Jahr stark steigert - stimmt
auffallend - und Sie können jederzeit einen gepflegten Rosenstrauch ohne sparrigen
Wildwuchs genießen.
Wann Sie den endgültigen
Rückschnitt vornehmen, so zwischen Spätherbst und zeitigem
Frühjahr, entscheiden Sie selbst. Bitte achten Sie dann darauf, dass dünne tote
Triebe aus dem Innern des Strauches rausgeschnitten werden und Stümpfe mit Loch in
der Mitte (Achtung Sägefliege) beseitigt werden.
Ansonsten viel Freude mit dem bißchen Mehrarbeit, die Rosen werden es Ihnen bestimmt
danken.
2. Der Umgang mit Rambler Rosen
Rambler Rosen, das sind die
Riesenexemplare aus China, Japan und Korea, bis 10 m lang und
weichtriebig, in weiß sowie in allen pink Schattierungen, einmalblühend, die
atemberaubende, verschwenderische Bilder in ihrer 4 bis 6wöchigen Blütezeit ergeben.
Wenn diese herrlich duftenden Blütenkaskaden sich so über Rosenbögen ausbreiten,
einen alten Obstbaum ungarnen oder das Dach eines Schuppens oder Pavillions erobern,
dann ist man sprachlos ob dieser natürlichen wilden Schönheit.
Unsere Gartenbesucher haben
meist noch nie von diesen Rosen gehört und bestaunen sie
immer wieder, besonders die Bobby James. So Manchen konnten wir schon für solche
Exemplare begeistern, man darf natürlich kein zaghafter Gärtner sein.
Die Rambler Rosen brauchen verständlicherweise wegen ihrer Größe und ihres Gewichts
einen stabilen Rosenbogen aus behandeltem Holz, verzinktem Stahl oder einen
robusten Pfahl für den vertikalen Akzent im Beet. Es geht nicht darum, dass die Rose
bereits im ersten Jahr einmal rund um den Bogen wächst, so nach dem Motto: immer
Erster an der roten Ampel. Nein, das machen die meisten Sorten sowieso nicht mit.
Am besten pflanzt man an jede Seite des Bogens ein gleiches Exemplar wegen des
harmonischen Gesamteindrucks. Zusätzlich könnte man noch später blühende Clematis
oder Geißblatt (Lonicera) dazusetzen, doch dazu kommen wir später noch. Bei
verschiedenen Rosensorten sollten Sie auf einen harmonischen Farbübergang achten,
bitte nicht rot und weiss.
Damit auch im unteren
Pflanzbereich Blüten erzeugt werden und nicht wie in den
meisten Gärten Deutschlands erst ab einem Meter Höhe empfiehlt es sich, dass die
neuen Triebe an jeder Sprosse im Wachstum unterbrochen werden und sich so zahlreich
verzweigen können. Also gut aufpassen beim Austrieb, immer in den nächsten Wochen
die Felco zur Hand.
Sobald sich die gewachsenen,
vegetativen Triebe, wie bei den alten Strauchrosen
beschrieben, zeigen, werden sie umgehend entsorgt. Der Winterrückschnitt im Januar/
Februar erfolgt mit gleichzeitiger Entfernung der restlichen Hagebutten.
Ein Tipp noch für die Weihnachtsdeko: bei diesen Mengen an Hagebutten können Sie
sich mit gutem Gewissen preiswert aus dem eigenen Garten bedienen.
3. Rasenpflege im März
Immer wieder werden wir gefragt: wie kommt es
eigentlich, dass euer Rasen so toll ist? Na ja, zu dieser
Frage gibt es sicherlich viele Antworten. Meist enthalten sie aber alle folgende Formel: (sehr)
regelmäßiger (bei uns 2x wöchentlich von Frühjahr bis zum Herbst), kurzer ( max. 3-4cm) Schnitt und häufige
Düngung (alle 3-4 Wochen, mit dem preiswerten Blaukorn, das man mit ruhiger Hand auswirft). Besonders gutes
tut man auch, wenn der Rasen zur Saisonmitte mit einem Gemisch aus Sand und Mulch beglückt wird - lässig
mit der Schaufel ausgeworfen, so ca. 1/2 m3 auf 100 m2 Rasenfläche. Und wässern
bei Trockenperioden ist unerläßlich. Gegensätzliche Auffassungen wie: der kommt schon wieder, sind töricht;
die Grünmasse des Rasens stirbt unwiderruflich ab und trägt dann zum Verfilzen bei. Mehr (?) braucht man
eigentlich nicht zu tun.
Das Egebnis ist jedenfalls ein sattgrüner und strapazierfähiger Rasen mit englischem Flair! In etwa wie im
nebenstehenden Bild: "Mottisfont Abbey" (siehe auch unter engl. Gärten).
Für den Saisonstart, also jetzt im März - Anfang April, sind aber noch einige Zusatzarbeiten erforderlich:
- Rasen lüften (vertikutieren) und schneiden; "Unkräuter" ausstechen
- Rasen düngen (alternativ, bei offenen Stellen: Rasen nachsäen und nach erstem Austrieb leicht düngen)
- Rasen walzen
Bei schweren bis mittelschweren Böden sollte die Gelegenheit genutzt werden, ihn mit gewaschenem Sand
wasserdurchlässiger und leichter zu machen (ca. 1/2 bis 1 m3 auf 100 m2 Rasenfläche).
Jetzt ist alles für eine gute Rasensaison vorbereitet!
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